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Modelleisenbahnen: Tipps zum richtigen Rollmaterial für Einsteiger

Modelleisenbahn ist ein sehr facettenreiches Hobby, dem sich viele Menschen verschrieben haben oder es neu für sich entdecken. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Anhaltspunkte für die Auswahl von Eisenbahn-Modellen besprochen, die besonders gut für Anfänger geeignet sind. Generell sind die nachfolgenden Tipps und Überlegungen für alle Modellbahn-Nenngrößen anwendbar.

Die derzeit erfolgreichste Modellbahn-Startpackung: Märklin liefert das Start-Up-Set "Jim Knopf und die Wilde 13" (Foto: Märklin)

Die derzeit erfolgreichste Modellbahn-Startpackung: Märklin liefert das Start-Up-Set "Jim Knopf und die Wilde 13" (Foto: Märklin)

Vor der Auswahl der passenden Modelle ist es wichtig, das Streckenlayout, den Gleisplan, zu berücksichtigen. Loks und Waggons haben einen befahrbaren Mindestradius, welcher nicht unterschritten werden darf. Die Gleisbögen auf der heimischen Modellbahnanlage sollten dementsprechend darauf ausgelegt sein, wenn der Wunsch nach dem Betrieb langer Lokomotivmodell besteht.

Ebenso ist es bei Modellbahnern mit einer Vorbildorientierung so, dass auf einer Anlage oft eine bestimmte Epoche (Betriebszeit) abgebildet wird. Insgesamt werden die Loks und Waggons in die Epochen I bis VI eingeteilt. Nur dadurch ist eine realistische Zuordnung möglich. Im Folgenden eine kurze Übersicht der Epochen:

 

Ebenfalls wichtig sind die Verkehrsunternehmen, von denen die Fahrzeuge im Vorbild eingesetzt wurden bzw. werden. So werden Züge und Garnituren Deutscher Staatsbahnen beispielsweise zwischen DB (Deutsche Bahn), DR (Deutsche Reichsbahn), DRG (Deutsche Reichsbahn Gesellschaft) sowie Länderbahnen unterschieden. Bei der modernen Bahn kommen die Privatbahnen-EVU (Eisenbahn Verkehrs Unternehmen) hinzu.

Insbesondere als Einsteiger sollten Modelle gewählt werden, welche im besten Fall keine größeren Details aufweisen, die beispielsweise abbrechen könnten. Es kann insbesondere zu Beginn der Modellbahnerkarriere gut sein, dass ein Waggon oder gar eine Lok Schrammen abbekommt. Bei besonders detaillierten Modellen ist dies dann oft sehr schade und der Schaden teuer. Eine Abhilfe sind hierbei die Hobby-Programme der Hersteller oder das Rollmaterial, das typischerweise in Start- und Anfangspackungen zusammengestellt wird.

Dampflokomotiven

Dampflokomotiv-Modelle sind aufgrund der sichtbaren Antriebsmechanik generell Hingucker auf einer Modellbahnanlage. Jedoch müssen diese zum restlichen Zeitgeschehen (Bahnepoche) passen. Ebenfalls empfiehlt es sich als Einsteiger, ein eher einfach ausgestattetes Modell zu wählen. Dies bedeutet, dass es nicht unbedingt ein Modell mit einem Dutzend Digitalfunktionen sein muss, was den Preis mächtig in die Höhe treibt und eine entsprechend teure Digitalzentrale zur Unterstützung der Funktionen nötig macht.

Ebenfalls wird zu Beginn keine Rauchanlage oder Sounddecoder benötigt. Modelle gibt es am Markt von den unterschiedlichsten Marken und Nenngrößen sehr viele. Hier sollte die Auswahl danach fallen, wie der Platz vorhanden ist und wie es zur Thematik passt.

Diesellokomotiven

Bei Modellbahnern erfreuen sich ebenfalls Diesellokomotiven einer großen Beliebtheit. Dies zeigt nicht nur die große Anzahl der am Markt verfügbaren Modelle, sondern auch die Nachfrage, wie viele Dieselloks auf den Anlagen eingesetzt werden. Besonders beliebt sind kleinere Dieselloks als sogenannte Rangierloks. Es gibt aber auch große und schwere Dieselloks, welche vor Personen- oder Güterzüge eingesetzt werden.

Für jeden Einsatz ist eine passende Lok vorhanden. Für Einsteiger gilt bei der großen Vielfalt am Markt auch hier wieder, auf möglichst einfache Modelle zu Beginn zu vertrauen. Es kann ebenfalls hilfreich sein, auf sogenannten Tauschbörsen nach gebrauchten Modellen Ausschau zu halten. Für den Einsteiger ist es jedoch schwierig, dort eine passende gute und funktionsfähige Lok zu finden.

Elektrolokomotiven

Besonders in der heutigen Zeit sind in der Realität oft Elektrolokomotiven zu sehen. Auf einer Modellbahnanlage sind Elektrolokomotiven meist nicht immer ganz so einfach realistisch einzusetzen. Wer eine Elektrolokomotive auf seiner Anlage realistisch einsetzen möchte, der benötigt einen Fahrdraht (Oberleitung). Diese zu verlegen und fahrtüchtig zu halten ist nicht immer einfach und für Einsteiger nicht unbedingt zu empfehlen.

Waggons

Neben den Lokomotiven fehlen natürlich noch die passenden Waggons. Diese gibt es natürlich ebenfalls am Markt zu erwerben. Es gibt die unterschiedlichsten Waggons in den verschiedensten Ausführungen. Dies zieht sich durch alle Marken und Nenngrößen. Welche Waggons am Ende für die eigene Anlage ausgewählt werden ist immer unterschiedlich zum Thema und von den Gegebenheiten. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass das gleiche Kupplungssystem vorhanden ist. Sonst kann es schnell zu Problemen kommen. Bei der Auswahl der Waggons sind generell der Fantasie wenig Grenzen gesetzt. Wer es realistisch mag, der sollte auf die Epoche(n) achten, in denen ein Waggon vorbildnah auf den Gleisen unterwegs war.

 

Quellenhinweis: Korrektur und Lektorat des Textes wurde freundlicherweise von studi-kompass durchgeführt.

Von: Redaktion studi-kompass